Kinder und Boxen -
ist das die richtige Sportart für mein Kind?

Boxen erfreut sich bei Jugendlichen immer größer werdender Beliebtheit, wird als cool angesehen und ist somit eine Möglichkeit der heutigen allgemeinen Sport-Müdigkeit entgegen zu wirken. Leider hat gerade das Boxen aber auch mit Vorurteilen, diese dann allerdings meistens von Seiten der Eltern kommen, zu kämpfen. Wir fragen uns warum?

Wahrscheinlich, weil viele Menschen von dem Amateurboxsport, wie er seit vielen Jahren von Vereinen in ganz Deutschland betrieben wird, eine völlig falsche Vorstellung haben. Es ist ein Kampf Mann gegen Mann oder eben auch Frau gegen Frau, aber es ist ein fairer Kampf mit festgelegten Regeln und Gesetzen! Wird nicht auch z.B. beim Fußball und manch weiteren beliebten Sportarten Mann gegen Mann angetreten? Auch wenn man es kaum glauben mag, das heutige Amateurboxen ist keineswegs gefährlicher als andere Sportarten, wie wissenschaftliche Vergleichsstatistiken belegen. Noch dazu gibt es keine Sportart, in der die Sporttauglichkeit und der Trainings-betrieb fortlaufend so gewissenhaft ärztlich überwacht werden.
Regelmäßige jährliche Untersuchungen bzgl. der Boxtauglichkeit, sowie weitere ärztliche Begutachtungen vor jedem Wettkampf sind im Regelwerk festgelegt und somit Pflicht! Auch während der Kämpfe ist stets ein Arzt anwesend. Dieser hat das Recht einen Kampf abzu- brechen, wenn er dies aus ärztlicher Sicht für erforderlich hält und auch nach Veranstaltungsende überzeugt sich der Arzt nochmals von dem Befinden der Wettkämpfer.

Niemand wird unvorbereitet in einen Kampf geschickt!

Dem ersten Kampf geht, neben den ärztlichen Untersuchungen, eine mindestens sechsmonatige Grundausbildung voraus. Diese wird unter Aufsicht von geschulten lizenzierten Trainern absolviert und besteht vorerst aus Übungen, die die Koordination, die Beweglichkeit und die Ausdauer fördern. Also Dinge wie Laufen, Springen, Ballspielen und Gymnastik. Boxhandschuhe, Mund- und Kopfschutz kommen erst viel später zum Einsatz. Erst wenn sichergestellt ist, dass die Körper-haltung und die Muskulatur es zulassen, wird mit der eigentlichen Ausbildung begonnen. In der ganzen Zeit werden der Charakter, die Disziplin und der Respekt gegenüber anderen Menschen gelehrt und gefördert.
Boxen erzieht zu Mut, Willenskraft, Disziplin, Widerstandsfähigkeit, Selbstkontrolle, Verantwortungs- und Selbstbewusstsein und ist ideal zur Selbstverteidigung, da das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zunimmt und somit bei Problemen verstärkt eigene Lösungen gesucht werden.

Hier einige weitere Regeln des Amateurboxens:

Es dürfen nur Kämpfe zwischen gleichaltrigen (Schüler bis zu 14 Jahren, Jugendliche bis zu 16 Jahren und Junioren bis zu 18 Jahren) und gleichschwere Kämpfer (von Papiergewicht 42 kg bis Schwergewicht über 81 kg) zusammengestellt werden. Es werden grundsätzlich 3 Runden gekämpft (Schüler 3 x 1 Minute, Jugendliche und Junioren 3 x 2 Minuten) jeweils mit 1 Minute Pause zwischen den Runden. Schüler dürfen nur alle 4 Wochen, Jugendliche und Junioren nur alle 14 Tage einen Kampf bestreiten. Alljährlich muss eine sechswöchige Schonpause eingelegt werden. Verabschieden Sie sich bitte von dem Bild des Boxens wie Sie es eventuell vom kommerziell ausgerichteten Profi-Boxen vor Augen haben! Kommen Sie mit Ihrem Jungen oder Ihrer Tochter bei uns vorbei und überzeugen Sie sich zusammen mit Ihrem Kind von unserem qualifiziert durchgeführten Trainingsablauf. Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne!

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